Das auffälligste Bild des Besuchs war zunächst kein Industriepark und keine Investitionsstatistik: Viele Gesprächspartner in den serbischen Verwaltungen waren erstaunlich jung. Für die MOEZ-Delegation wurde diese neue Generation zum sichtbaren Zeichen des tiefgreifenden Umbruchs und der Reformen auf dem Weg in Richtung Europäische Union.
Vom 7. bis 9. September verschafften sich MOEZ-Geschäftsführer Jörg Rathmann und Balkanexperte Roland Johst in Belgrad einen Überblick über neue Kooperationsmöglichkeiten. Vesna Arsić, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft und regionale Entwicklung, verwies auf die wieder anziehende außenwirtschaftliche Dynamik. Die Gespräche mit deutschen und serbischen Partnern bestätigten, dass der politische Annäherungsprozess auch wirtschaftliche Türen öffnete. Für Rheinland-Pfalz waren vor allem Branchen interessant, in denen Serbien im Zuge der Modernisierung Investitionsbedarf hatte. Die Reise bereitete damit die intensivere MOEZ-Arbeit in Serbien in den Folgejahren vor.
